Wie die awicontaxGroup mit Struktur, technologischer Klarheit und Verantwortung Zukunft sicher.
Die Steuerberatungsbranche befindet sich in einer Phase tiefgreifender struktureller Veränderung. Künstliche Intelligenz, digitale Buchhaltung, E-Rechnung, regulatorische Verdichtung und der anhaltende Fachkräftemangel verändern Prozesse, Rollenbilder und Geschäftsmodelle nachhaltig.
Für die awicontaxGroup stellt sich daher nicht allein die Frage nach geeigneten Tools. Im Zentrum steht eine weitergehende strategische Aufgabe: Wie muss eine wachsende Steuerberatungsgruppe strukturiert sein, um dauerhaft handlungsfähig zu bleiben?
Digitalisierung ist ein Organisationsprojekt
Viktor Rebant verantwortet als Geschäftsführer der awicontaxDiCon, der Digitalisierungs-Unit der awicontaxGroup, die Entwicklung und Umsetzung der gruppenweiten Digitalstrategie. Seit über 14 Jahren bewegt er sich an der Schnittstelle von Steuerrecht und Technologie. Sein Selbstverständnis beschreibt er mit drei Begriffen: TAX, TECH und TRUST. Fachliche Substanz, technologische Kompetenz und verantwortungsvolle Implementierung.
Im Interview macht er deutlich: Digitalisierung ist kein isoliertes IT-Vorhaben. Sie ist ein Organisationsprojekt.
Mit wachsender Größe steigen Komplexität, Abstimmungsbedarf und strukturelle Anforderungen. Entscheidungswege müssen klar definiert, Rollen präzise beschrieben und Prozesse transparent gestaltet sein. Nur auf dieser Grundlage entfalten technologische Lösungen nachhaltige Wirkung.
Software ersetzt keine Strategie
Ein zentraler Gedanke des Interviews lautet: Software ist ein Instrument. Strategie ist eine Zielentscheidung.
Bevor Werkzeuge ausgewählt werden, muss geklärt sein, welche Marktposition die Gruppe einnehmen will, welche Beratungsqualität systematisch gesichert werden soll und welche Prozesse strukturell wertschöpfend sind. Ohne Governance, ohne definierte Verantwortlichkeiten und ohne Zielbild bleibt Technologie wirkungslos.
Die awicontaxDiCon bündelt diese Themen auf Gruppenebene. Ziel ist es, ein verbindliches digitales Fundament zu schaffen, das Standards definiert und zugleich die unternehmerische Identität der einzelnen Standorte respektiert.
KI als Stabilitätsfaktor in der awicontaxGroup
Besonders in der Finanzbuchhaltung zeigen sich derzeit erhebliche Transformationspotenziale. Hier treffen regulatorische Anforderungen, Fachkräftemangel und Effizienzdruck unmittelbar aufeinander.
Künstliche Intelligenz kann repetitive Tätigkeiten reduzieren, Bearbeitungszeiten verkürzen und Qualitätsstandards stabilisieren. Entscheidend ist jedoch die Einbettung in klar definierte Datenräume und Governance-Strukturen. KI ist kein autonomes System. Sie muss orchestriert werden.
Digitalisierung fungiert in diesem Verständnis nicht als Selbstzweck, sondern als Stabilitätsinstrument. Sie schafft Transparenz, reduziert Abhängigkeiten von Einzelpersonen und stärkt institutionelle Entscheidungsfähigkeit innerhalb der awicontaxGroup.
Wachstum strukturell absichern
Wachstum ohne strukturelles Fundament ist risikobehaftet. Deshalb investiert die awicontaxGroup konsequent in Standards, Onboarding-Prozesse, Prozesslandkarten und klare Rollenverteilungen.
Transformation wird dabei nicht bewertend, sondern beratend gestaltet. Viele Standorte verfügen über gewachsene Strukturen und langjährige Markterfahrung. Weiterentwicklung bedeutet, bestehende Stärken zu sichern und systematisch auszubauen.
Das vollständige Interview mit Viktor Rebant finden Sie hier.
ein Text von Katharina Steinhart